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Wohin

Die meisten Menschen leben so, als würde das Leben immer so weitergehen. Nichts bringt sie aus dem täglichen Trott. An ein Lebensziel denken sie nicht. „Ich habe ja eine Lebensversicherung abgeschlossen“, meinen sie. Wenn dann jedoch ein unerwartetes Ereignis eintrifft, das sie wörtlich umhaut (Krankheit etc.), dann wird die Frage nach Gott und dem „Warum „ schnell laut.

Was sagt die Bibel über solche Menschen?

„Gott aber sprach zu ihm: Du Tor! In dieser Nacht fordert man deine Seele von dir; was du aber bereitet hast, für wen wird es sein?“ (Lukas 12,20)
„Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele einbüßt?“ (Matthäus 16,26)

Gehörst du auch zu dieser Menschengruppe, die die Bibel „Tor“ (Dummkopf oder Idiot) nennt? Wenn ja, dann orientiere dich heute neu! Kläre die Frage, wohin dein Leben geht und dann bekommst du auch Antwort auf dein „Warum“.

Advent

Das Wort Advent kommt aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie „Ankunft“.

Man kann es in Bezug setzen zu dem nahe bevorstehenden Weihnachtsfest. Und damit steht der Advent in Bezug zum Gedenken an die Geburt von Jesus Christus.

Auch wenn die Geburt Jesu nicht im Dezember stattfand, sondern wahrscheinlich zwischen September und Oktober, sollte man sich gerade in unseren Tagen neu darauf besinnen, was man eigentlich feiert, oder in Bezug auf den Advent, erwartet.


Die Geburt Jesu ist ein umfassendes Ereignis. Dieses Ereignis ist mehrfach in ziemlich genauen Details prophezeit: Von wem Jesus geboren werden sollte (1 Mose 3,15; Jesaja 7,14); aus welchem Stamm er kommen würde (1 Mose 49,10) und aus welcher Familie (Jesaja 11,1; Jeremia 23,5) uns sogar der genaue Ort (Micha 5,1). Und diese Prophezeiungen haben sich exakt erfüllt!

Es wird manchmal als Gegenargument für die Göttlichkeit von Prophezeiungen gesagt, dass Jesus z.B. ja wusste, welche Prophezeiungen es gab und sie dann einfach selbst beeinflussen konnte. Das geht aber nicht bei solchen Prophezeiungen, die seinen Geburtsort etc. betreffen - das kann man schlecht selbst beeinflussen, wenn man noch nicht geboren ist...


Zurück zum Thema: Man muss bei der Geburt Jesu immer vor Augen haben, warum Gott in Jesus überhaupt Mensch geworden ist - es muss ja ein höheres Ziel gegeben haben, warum sollte Gott sonst einfach Mensch werden? Die Antwort darauf bekommt man, wenn man nicht bei der Geburt Jesu stehenbleibt, sondern sein weiteres Leben betrachtet - es lief alles darauf hinaus, dass er am Kreuz sterben sollte. Sterben? Als Gott? Wo ist denn da der Sinn? Das wird im Neuen Testament noch weiter erklärt. Sein Tod war die Voraussetzung dafür, dass Gott dem Menschen die Sünden vergeben kann, weil er sie an Jesus Christus gerichtet hat. Die Geburt Jesu macht nur in diesem Licht Sinn. Ohne das Kreuz macht die Krippe kein Sinn!

Ich? Ein Sünder?

Esra 9,7: „Denn unsere Ungerechtigkeiten sind uns über das Haupt gewachsen, und unsere Schuld ist groß geworden bis an den Himmel."
Esra 9,15: „Siehe, wir sind vor dir in unserer Schuld; denn deswegen kann man nicht vor dir bestehen.“ 
Esra 9,13: „...Obwohl du, unser Gott, mehr geschont hast, als unsere Ungerechtigkeiten es verdienen...“ 

In den zitierten Versen aus einem Gebet von Esra, einem Priester im 5 Jh. v. Chr., finden sich Aussagen, die heute noch genauso gelten wie damals. Und zwar betreffen diese Aussagen unser Verhältnis zu Gott.

Sind wir uns bewusst, dass wir in unserem Leben soviel Schuld angehäuft haben, dass es einen riesigen Berg ergibt - den wir selbst nicht abtragen können?

Stellen wir uns zur Verdeutlichung nur mal folgendes Gedankenspiel vor: Wir gehen mal davon aus, dass wir nur 1 mal am Tag sündigen. Jede Sünde entspricht in unserem Gedankenspiel einem Würfel mit der Kantenlänge 10 cm. Das ergibt 365 Würfel der Kantenlänge 10 cm in einem Jahr. Stapelt man die Würfel, erhält man einen 36,5 m hohen Sündenturm in einem Jahr. Wenn du nun 20, 50, 70 oder 90 Jahre alt bist - der Turm wird nach den einfachen Gesetzen der Mathematik mit 730 m; 1825 m; 2555 m und  3285 m immer höher. Und wir sind noch von der unrealistischen Bedingung von 1 Sünde / Tag ausgegangen. Rechne mal nach, wie hoch der Turm ist, wenn wir statt 1 Sünde 10 oder 100 Sünden am Tag begehen...sind die Zahlen zu hoch gegriffen? Nach unserem Maßstab wahrscheinlich schon. Blöderweise zählt unser Maßstab nicht. Vor Gericht kannst du dem Richter ja auch nicht sagen, dass die begangene Tat in deinen Augen eigentlich gar nicht schlimm war - da gelten die Maßstäbe, die im deutschen Recht verankert sind. Gott hat seinen eigenen Maßstab, und der ist sehr sehr hoch. Hier nur mal ein paar Beispiele:


„Und wer irgend eine Frau ansieht, und sie begehrt, hat schon Ehebruch mit ihr begangen in seinem Herzen.“ - Matthäus 5,28


Ehebruch ist nach dem Gesetz Sünde. Gott geht aber noch weiter und sagt, dass allein jeder Gedanke daran ebenfalls Sünde ist. Es werden also nicht nur die begangenen Taten als Sünden gerechnet, sondern alle bösen Gedanken - und das sind doch viele - oder?


„Alles was nicht aus Glauben ist, ist Sünde“ - Römer 14,23


Oha. Unglaube ist damit Sünde. Und jede Sache, die ich nicht aus dem Glauben getan habe, dass Gott das von mir will, ist Sünde...hm...wann habe ich überhaupt danach gefragt, was Gott will? Da kommt gewiss einiges zusammen.


„Wer nun weiß, Gutes zu tun und tut es nicht, dem ist es Sünde“ - Jakobus 4,17


Olala. Wo hätte ich nicht schon alles Gutes tun können? Gibt es davon nicht jeden Tag unzählige Gelegenheiten? Das meint nicht nur, einen fetten Betrag Geld an Unicef zu spenden, sondern fängt dabei an, mal jemandem ein gutes Wort zu sagen... Und wir haben die ganzen Tatsünden noch nicht aufgezählt. Jakobus sagt in seinem Brief:


„Wer ein Gebot übertreten hat, ist des ganzen Gesetzes schuldig“


D. h., durch Übertretung eines Gebots stehe ich vor Gott so, als hätte ich das ganze Gesetz gebrochen. Das kann man gut an einer Kette vergleichen, die an der Decke hängt und bei der die einzelnen Kettenglieder miteinander verbunden sind; und an deren Ende meine „weiße Weste“ hängt. Wenn nun eins diese Kettenglieder, die die einzelnen Gebote darstellen, reißt, fliegt die weiße Weste automatisch runter in den Dreck und ist nicht mehr weiß... Wenn wir jetzt bedenken, dass eine einzige Sünde von Gott trennt - können wir da verstehen, dass Esra zurecht erkannt hat, dass wir mit unseren Sünden vor Gott stehen und deswegen nicht vor ihm bestehen können? Wer meint, mit Guten Taten seinen Sündenberg aufwiegen zu können, hat noch nicht realisiert, wie groß der Berg ist.... Es wäre entsetzlich, wenn Gott uns so stehen lassen würde.


Hat er aber nicht. Esra drückt aus, dass Gott uns mehr geschont hat, als unsere Ungerechtigkeiten es verdienen - aber Gott sagt nicht einfach „Schwamm drüber“ oder übersieht die Sünden, aber er hat jede einzelne meiner hunderttausenden Sünden an Jesus Christus gerichtet. Wer daran glaubt und Gott darum bittet, dass ihm die Sünden vergeben werden, weil Jesus Christus dafür bestraft wurde, steht wieder mit „weißer Weste“ da! Hast du das schon getan? Falls nicht, musst du irgendwann vor Gott für diesen Sündenberg gerade stehen...

Mit der Sünde brechen

„...Lass dir meinen Rat gefallen und brich mit deinen Sünden durch Gerechtigkeit und mit deinen Ungerechtigkeiten durch Barmherzigkeit gegen Elende, wenn dein Friede Bestand haben soll.“  (Daniel 4,24)

Der Prophet Daniel war ein ganz hoher Beamter im damaligen babylonischen Weltreich. Er wurde vor den König Nebukadnezar gerufen, weil dieser einen schrecklichen Traum hatte und ihn von Daniel gedeutet haben wollte. Daniel hatte von Gott die Gabe der Traumdeutung bekommen und sah, was auf den König Nebukadnezar zukommen würde. Ihn erschauderte bei dem Gedanken an das Gericht, das Nebukadnezar bevorstand. Daher gibt er ihm am Ende der Traumdeutung den Rat, mit seinem sündigen Leben zu brechen und einen Neuanfang zu machen. Anders würde er nicht vor dem Gericht verschont werden und keinen Frieden genießen können.


Was damals für den großen König Nebukadnezar galt, gilt heute noch genauso für jeden Menschen, egal welcher sozialen Stellung. Ob Politiker oder Pfandflaschensammler - jeder hat vor Gott die Verantwortung, mit seinem sündigen Leben zu brechen und einen Neuanfang zu machen. Anders werden wir nie echten Frieden mit Gott bekommen.


Zu einem Bruch mit der Sünde gehört das Erkennen, dass ich tatsächlich ein Sünder vor Gott bin - lege einmal den Maßstab der 10 Gebote auf dein Leben an und du wirst erkennen, dass du mindestens Eins übertreten hast. Und wer ein Gebot übertreten hat, steht nach Jakobus 2,10 vor Gott als Gesetzesübertreter da. Als jemand, der sich des kompletten Gesetzes schuldig gemacht hat.

Nach der Erkenntnis der Sünde ist ein aktives Verurteilen meiner Sünde notwendig. Wenn ich Dinge als Sünde erkannt habe, aber nicht wegtuen will, ist das kein „Brechen“ mit der Sünde.

Das Bekenntnis der Sünde vor Gott und die Bitte um Vergebung gehören ebenso dazu. (Psalm 32,5).

Die Echtheit meines „Brechens mit der Sünde“ zeigt sich darin, dass ich meine Sünde sein lasse und nicht genauso weiterlebe wie vorher. (Sprüche 28,13) Ein Bruch bedeutet immer, dass etwas kaputt geht. Es kann nicht genauso weitergehen wie vorher.


Wenn wir so mit unserer Schuld zu Gott kommen, erfahren wir Vergebung und dürfen den Frieden genießen von Gott kein Gericht mehr erwarten zu müssen und seine Geschenke und seinen Segen zu erhalten. Andererseits bleibt Gottes Gerichtsurteil auf uns (s. Johannes 3,36).

Glaube - Was ist das?

„Wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist.“  (Hebräer 11,6)

Viele Menschen sagen, dass sie nur das glauben, was sie sehen. Dieser Satz ist schon ein Widerspruch in sich. Was ich mit meinen Augen oder meinen anderen Sinnen wahrnehmen kann, brauche ich nicht zu glauben.

Der Glaube ist das Vertrauen, das ich in eine Sache, in eine Aussage oder eine Person habe, ohne dass ich mit meinen Sinnen oder Gefühlen meinen Glauben direkt bestätigen kann.

Wenn ich z. B. ein Testament erhalte, in dem ich als Erbe festgelegt bin und dieses dann einlöse, glaube ich daran, dass es mit diesem Stück Papier seine Richtigkeit hat und mich wirklich berechtigt, das Erbe anzutreten. Mein Gefühl kann mir etwas anderes sagen, mit meinen Augen kann ich lesen,  was auf dem Papier steht, aber weiß ich allein deswegen, dass es nicht gefälscht ist? Wenn ich damit zum Notar gehe, setze ich mein Vertrauen oder Glauben darauf, dass das Testament richtig ist. Würde ich vor lauter Sorge, das Testament könnte gefälscht sein, nicht einlösen, würde ich auch nie erfahren, ob es tatsächlich eine Fälschung war oder echt.


Wir alle setzen in vielen Situationen unser Vertrauen und unseren Glauben in bestimmte Dinge. Teilweise haben wir damit kein Problem, weil wir schon gute Erfahrung damit gemacht haben, z. B. glauben wir daran, dass alle Autos bei Rot stehen bleiben, damit wir die Straße überqueren können.  

Vergleichbar ist es mit dem Glauben an Gott. Es lässt sich kein mathematisch-naturwissenschaftlicher Beweis dafür oder dagegen führen, weil Gott außerhalb unserer Sinneswahrnehmung liegt. Nicht-materielle Dinge können nicht einfach mit materiellen Untersuchungsmethoden auf ihre Richtigkeit geprüft werden. Das ist so, als wollte ich mit einem Voltmeter untersuchen, wieviel Grad Celsius es warm ist. Das Mittel zur Untersuchung der Fragestellung kann mir keine Antwort geben, weil es außerhalb der Möglichkeiten dieses Geräts liegt.


Um zu erfahren, ob Gott tatsächlich da ist und sich für dich interessiert, musst du dich schon auf das Experiment „Glauben“ einlassen. Wenn du vor lauter Zweifel und Sorge, dass alles nur erfunden sein könnte lieber die Finger davon lässt, wirst du hier auf der Erde nie die Antwort erfahren. Genauso wie du nicht erfahren wirst ob das Testament echt ist, wenn du nicht damit zum Notar gehst. Deswegen steht in der Bibel auch, dass du an Gott glauben musst, um überhaupt zu erfahren, dass er dir nahe ist (Hebräer 11,6). Anders wirst du es nie herausfinden.

Überwinde dich doch einmal und versuche, vorurteilsfrei an die ganze Sache heranzugehen und das Experiment „Glauben“ zu starten! Du wirst mit Sicherheit nicht enttäuscht werden, denn der Eingangsvers hört damit auf, dass „Gott denen, die ihn suchen, ein Belohner ist.“ Gott beantwortet eine aufrichtige Suche unsererseits nicht mit einem Versteckspiel seinerseits. Der Glaube ist sozusagen das Mittel, um Dinge, die außerhalb der Wahrnehmung durch unsere Sinne liegen, zu erkennen.